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Kampf Sportler

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen einige Kampf Sportler vor.


Olympiaqualifikation in Manchester: Ein Bericht über die nominierten Sportler der NWTU

Vom 28.09. bis 30.09.2007 findet in Manchester das Weltqualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2008 in Peking statt.  Von den vier nominierten Sportlerinnen und Sportlern, die für Deutschland an den Start gehen, kommen drei aus Nordrhein-Westfalen: Helena Fromm, Pinar Budak und Levent Tuncat. Taekwondo Spiegel nutzt die Gelegenheit, Ihnen dieses erfolgreiche Trio aus NRW vorzustellen.

Die 25 jährige Pinar Budak (3. Dan, -59 kg), Bürokauffrau aus Wuppertal, kam als Neunjährige in den Verein zu Hakan Gümüs. Ihre Mutter motivierte sie, Taekwondo zu lernen, um sich im Alltag verteidigen zu können. "Sie fragt mich seit einiger Zeit, wann ich endlich aufhöre", gesteht die Leistungssportlerin. Doch Pinar teilt noch nicht die Sorge ihrer Mutter um Gesundheit und körperliche Belastbarkeit. Im Gegenteil, sie selbst sieht die Belastungsgrenze noch nicht erreicht." Zum Glück war ich auch bis auf Kleinigkeiten noch nie verletzt", räumt sie ein. Sie trainiert täglich vier Stunden und dies siebenmal wöchentlich beim Verein "Wuppertaler Tiger". Im Jahr 2002 kam sie in den Bundeskader. Sie ist zudem Mitglied des NWTU-Landeskaders, mehrfache und amtierende Deutsche Meisterin und amtierende Europameisterin im Taekwondo. Doch der Kampfsport ist für Pinar nicht die einzige Sportart. "Sport ist für mich wie Essen und Trinken", sagt sie. Sie spielte früher Fußball, Basketball und Tischtennis. Wenn noch etwas Zeit übrig bleibt, dann geht sie gerne schwimmen. Auf die Frage, ob sie sich an ihren ersten Kampf erinnern kann, erwidert die türkisch-stämmige Pinar: "Sicher. Ich erhielt in der Endrunde einen Kopftreffer und konnte plötzlich mit dem linken Auge nichts mehr sehen. Trotz Schmerzen griff ich meine Konkurrentin an und besiegte sie."
Gefragt, was man braucht, um in Taekwondo erfolgreich zu sein, antwortet sie: "Nicht nur in Taekwondo, sondern in jeder Sportart braucht man die richtige Einstellung, den Willen und das Ziel."
In einer olympischen Disziplin hatte es seit den Titelgewinnen von Schwimmstar Thomas Rupprath keinen vergleichbaren Erfolg mehr für einen Wuppertaler Sportler gegeben. Pinar Budaks Fernziel sind nun die Olympischen Spiele in Peking 2008.

Helena Fromm, Jahrgang 1987, wurde in Arnsberg geboren. Die frisch gebackene Abiturientin hat als einzige Deutsche bei der Taekwondo-WM 2007 in Peking eine Medaille gesichert. In der Klasse bis 67 kg bezwang sie die Isländerin Audur Anna Jonsdottir, die Kubanerin Taimi Castellanos Estrada und die Japanerin Yoriko Okamoto. Nach der Halbfinal-Niederlage gegen die spätere Weltmeisterin Hwang Kyung-Seong aus Südkorea blieb ihr dann immerhin Bronze.
Helena hat mit 11 Jahren im Budo-Verein Oeventrop mit Taekwondo angefangen. Mittlerweile trainiert sie im TKD Center Iserlohn bei Carlos Esteves." Als ich 1996 als kleines Mädchen angefangen habe, haben mich diese schnellen Tritte begeistert und mit was für einer Leichtigkeit die Älteren zum Kopf treten konnten. Das wollte ich auch können", erzählt Helena. Neben Ausdauer- und Krafttraining absolviert sie täglich 2 Stunden TKD-Training. "Nach so einem harten Training weiß man, was man alles getan hat und kann mit einem guten Gefühl auf den anstehenden Wettkampf fahren." Ich frage Helena nach ihrem besten Taekwondo-Erlebnis: "Das war eigentlich die Jugend-WM 2004. Wir hatten so ein super gutes Team, wo einfach alles gepasst hat. Bereits in dem Trainingslager in Korea hat sich das Team richtig kennen gelernt, sodass eine tolle Stimmung herrschte. Letztendlich hat auch der Erfolg gestimmt, was natürlich die WM unvergesslich macht."
Auch für sie bleibt neben hartem Training kaum Zeit übrig für andere Dinge. "Wenn mal Zeit ist, gehe ich gern mit Freuden shoppen oder ins Cafe, um über die neusten Dinge zu tratschen", so Helena. Ihr größter Wunsch ist, sich für die Olympiade 2008 in Peking zu qualifizieren. Und natürlich gesund zu bleiben.

Der 19 jährige Levent Tuncat (1. Dan, -58 kg) trainiert seit seinem fünften Lebensjahr im Taekwondo Center Laar. Ihn beeindruckten die Bruce-Lee Filme. Nachdem er als kleiner Knirps die Tritte in der Wohnung nachahmte und dabei einiges umwarf und kaputt machte, brachte ihn sein Vater ins Taekwondo-Center in Duisburg Laar. Früh entdeckte sein Trainer Cevdet Mutlu (4. Dan) das Ausnahmetalent Levent. Seitdem trainiert er täglich drei bis vier Stunden am Tag und wird von seinem Trainer kontinuierlich in der olympischen Vollkontaktdisziplin ausgebildet.
Seine Erfolge konnte Levent bereits in frühester Jugend feiern: er wurde mehrfacher Landesmeister bei den Schülern und Jugendlichen in der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU). Im Laufe des Jahres 2005 wurde Levent Tuncat sowohl Vize-Europameister bei den Jugendlichen als auch Europameister bei den Senioren in Riga, Lettland. Bei den Europameisterschaften 2006, die vom 26.-28. Mai in Bonn ausgetragen wurden, konnte er seinen Titel erneut verteidigen und wurde zum zweiten Male Europameister. Levent ist Mitglied des Bundeskaders und des NWTU-Landeskaders.
Für das ganze harte Training wurde Levent mit vielen Titeln und Preisen belohnt. Kein Wunder deshalb, dass der Duisburger keinen Platz mehr für seine Pokale hat. "In meinem Zimmer war kein Platz mehr, deshalb hab ich sie in den Keller gebracht." Levent hat sich viel vorgenommen! "Das Kämpfen macht mir Spaß. Ich möchte irgendwann mal Weltmeister oder Olympiasieger werden und dafür muss ich noch hart arbeiten. Und wenn ich dann weitere Titel gewinne, macht mir das noch mehr Spaß. Wenn ich verliere, muss ich erst recht weiter machen und noch härter trainieren, um den WM-Titel zu gewinnen."

Die Tatsache, dass drei NWTU-Athleten Deutschland beim Weltqualifikationsturnier in Manchester vertreten, ist der Resultat der hervorragenden Arbeit der Heimtrainer, Landestrainer und Verantwortlichen der NWTU und zeigt die Stellung des Landesverbandes innerhalb der Deutschen Taekwondo Union. Wir wünschen unseren Athleten viel Erfolg beim Weltqualifikationsturnier in Manchester.







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